Worum es geht

Am 16. November 2105 hat der deutsche Bundestag ein neues Gesetz erlassen, mit dem der assistierte Suizid in bestimmten Fällen erlaubt wurde.

Das ist ein Dammbruch in der deutschen Gesetzgebung, der fatale Folgen nach sich ziehen wird.

Länder wie die Schweiz, Belgien und die Niederlande zeigen bereits, wie gefährlich die Aufhebung des Tötungsverbotes ist.

Denn gerade ältere und kranke Menschen müssen bis zuletzt begleitet und geschützt und nicht etwa mit tatkräftiger „Hilfe“ beliebig in den Tod geschickt werden. Gute Sterbebegleitung achtet jedes Leben bis zuletzt und beendet es nicht willkürlich.

Wir haben den Gesetzentwurf von Patrick Sensburg MdB und Thomas Dörflinger MdB unterstützt, der leider keine Mehrheit im Deutschen Bundestag fand.

Trotzdem bleibt es dabei, wir brauchen

Hilfe zum Leben statt Hilfe zum Töten

„Ich möchte so nicht mehr weiterleben!“ oder „Am liebsten möchte ich jetzt sterben.“ Wer kennt solche Sätze nicht?

Der Suizid eines Menschen ist immer ein Ausdruck der Hoffnungslosigkeit und der Ablehnung des eigenen Lebens. Menschen in verzweifelten Situation, in Ängsten, in Krankheit oder Depression sehen oft keinen Ausweg und wollen ihr Leben beenden. Ein solcher Wunsch ist aber vor allem ein Alarmsignal für Angehörige, Ärzte und Pflegepersonal. Die aktive Unterstützung des Selbstmords darf hier kein Angebot sein. Damit würde der Selbstmord zur gemeinsamen Tat. Das wäre die Preisgabe jeder Fürsorgepflicht für das Leben kranker Menschen. Gerade schwerkranke Menschen müssen wir bis zuletzt durch Zuwendung, Hilfe und angemessene Therapie ihre Würde spüren lassen.

Ein Giftcocktail am Ende darf nicht zur Alternative werden!

Die Straffreiheit der Mitwirkung und Unterstützung beim Suizid ist ein Dammbruch mit der Gefahr, den Weg zu einer völligen Freigabe der aktiven Sterbehilfe für jedermann zu ebnen. Darum: Keine Lizenz zum Töten!

Niemand darf in Deutschland das Recht haben, einen anderen Menschen zu töten oder ihn bei der Selbsttötung aktiv zu unterstützen.

Auf dieser Seite erhalten Sie auch weiterhin Informationen zur Debatte um Sterbehilfe, assistierten Suizid und Hintergrundinformationen von Experten.

„Es gibt kein gutes Töten!“

(Robert Spaemann)